Wir wurden vorgewarnt von den Bernern: Das Gurtenfestival mache unglaublich Spass, aber auch unglaublich nass. Von diesem Statement lassen wir uns nicht einschüchtern, schliesslich sind wir ja Rockfans!
Eskimo Joe

eskimo joe!
Wir stürzen uns als erstes am Freitag Nachmittag in das riesige Zelt um bei Eskimo Joe ganz vorne zu stehen. Das war auch nicht schwierig, wir hatten uns schon auf ein Privatkonzert eingestellt. Schüchtern betraten sie die Bühne und fingen an zu spielen. Endlich sehen wir die australische Stimme live! Um als Band erfolgreich zu sein braucht man Können, ‘Connections’ und eine Prise Glück. Wenn es mitten in deinem Gurtenfestival Auftritt zu regnen anfängt und sich hunderte von Leuten dein Konzert anhört, dann ist das ein wunderbares Glück. Vielleicht ist dies der Anfang von einem Eskimo Joe Hype in der Schweiz? Wer weiss..
Dieses Konzert hat unsere Rockerherzen mit genug Musik gefüllt um die Ska und HipHop Konzerte zu überstehen. Bier hat auch geholfen… Die Spanier von Ska-P haben eine wirklich gute Show abgegeben, dank der Ausstrahlung des Sängers. Auch die Trommler von Peter Fox waren unterhaltsam und seine Rapperin Miss Platnum war beeindruckend.
Silbermond

steffi im publikum
Steffi von Silbermond hat wie immer eine gute Show gemacht und nicht nur sie hat das Publikum mitgerissen, sondern das Publikum hat sie mitgerissen. Die Texte von Silbermond sind recht vielsagend verglichen mit zum Beispiel Oasis. Das Lied mit einem Songtext von Jan Delay ‘Nicht mein Problem’ fanden wir originell, aber die Lieder der neuen Platte sind leider einfach nicht so gut wie die älteren.. Schade!
Tokyo Ska Paradise Orchestra

tokyo ska paradise orchestra
Spass muss sein, das finden alle Festivalgänger. Man kann nicht nur Lieblingsbands anhören, sondern ist auch gespannt auf unbekannte Stars. Das Konzert von Tokyo Ska Paradise Orchestra war wirklich ein Riesenspass. Das Publikum hat voll mitgemacht als die Japaner in ihren weissen Anzügen alles gaben um uns von ihrer Musik und ihrer Kultur was mitzugeben.
Normalerweise spielen ja die Band dem Publikum etwas vor, doch in der Pause nach dem Tetris Lied hat das Publikum – inspiriert von Japanischer Verrücktheit – lauthals das Tetris Lied gesungen! Es sind solche Momente, die fast nur an Openairs entstehen. Es sind solche Momente des Gemeinschaftsgefühles, die man nicht so schnell vergisst.
Razorlight

razorlight in the sunlight
Wir sollten uns ja eigentlich für Razorlight begeistern können, es gibt keinen Grund es nicht zu tun. Ausser vielleicht, dass sie einfach nicht gut genug sind um vor so ein riesiges Publikum zu würdigen. Unausstehlich sind sie ja nicht, man kann hinhören, nur macht dies einfach nicht so viel Freude.
Oasis

noel
Kürzlich erst im Hallenstadion gesehen, immer noch eingeschüchtert von ihrem Nichtauftritt am Paleo Festival erwarten wir Oasis. An diesem Abend waren sie unglaublich freundlich zum Publikum, eine Seltenheit! Und alle alten Hits wie ‘Masterplan’ und ‘Slide Away’ und sogar ‘Half the World Away’ haben sie gespielt und nicht allzu viele Lieder von dem neuen Album. Besonders schön war die ruhige Noel session… Verglichen mit den anderen Openair Bands weiss man ihre Grösse und ihre Erfahrung zu würdigen.
Patent Ochsner
Sein Heimspiel auf dem Gurten kommt immer gut an, wir Schweizer lieben ihn einfach, mehr gibt es eigentlich gar nicht zu sagen. Es war auch schön mal die Venus vom original Sänger zu hören im Gegensatz zum üblichen Après-ski-Gelalle.
Travis

jööö travis
Ok, Leute, also Travis ist ja wohl wirklich nichts Neues, doch wer hat sie schon mal live gesehen? Wir nicht! Und es war eine Freude den schottischen Akzent von Fran Healy am Gurtenfestival zu hören. Ihr neues Album hört sich gut an! Der Höhepunkt des Konzerts war am Ende, dem einzigen Tag wo es übrigens nicht geregnet hat, als die ganze Menschenmenge zu ‘Why does it always rain on me?’ auf und ab sprang und sich gegenseitig mit Schlamm bespritzte.
Kings of Leon

kings of leon roaring
Kennt ihr die? Wenn nicht: sofort ihr neues Album ‘Only By the Night’ kaufen. Kings of Leon würden wir mit so etwas wie ‘purem Rock’ bezeichnen. Kein Firlefanz, keine komischen Instrumente, keine komischen Kostüme, keine Komischen Special Guests, sondern ehrliche, gute Rockmusik. Ein krönender Abschluss.